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EHVT Sales-Potentiale: Ergebnispräsentation und Umsetzungs-POC

Bridgemaker GmbH  ·  09. Juni 2026  ·  M. Schiering · F. Dürr · S. Becker · L. Ahmed

Agenda
01Der Engpass liegt im Umsatz, nicht in den Kosten
02Das Geschäftsmodell EHVT und seine zwei Brüche
03Die vier Wachstumshebel
04Business Case & Umsetzungs-POC
05Scope & nächste Schritte
Executive Summary

Der Engpass liegt nicht bei den Kosten, sondern beim Umsatz.


01  Profitables Kerngeschäft, das strukturell schrumpft.
Der Aftermarket lebt von hochmargigem, wiederkehrendem Ersatzteilumsatz über zwei etablierte Vertriebswege. Beide nehmen Nachfrage entgegen, statt sie zu erzeugen, und sind rückläufig.

02  Der größere Ergebnishebel liegt im Umsatz, nicht in den Kosten.
Pro Euro ist Kostensparen zwar effizienter (1 € Kosten = 1 € Ergebnis, 1 € Umsatz nur rund 0,45 € bei 40 bis 50 Prozent Marge). Entscheidend ist die Größenordnung: bis zu rund 0,55 Mio. € rückgewinnbarer Umsatz ergeben je nach Erholung 64.000 bis 250.000 € Ergebnis pro Saison, deutlich mehr als der kleine Kosten-Hebel von 30.000 bis 50.000 € pro Jahr.

03  Im bestehenden Prozess geht Umsatz an zwei Übergabestellen verloren.
Werkstatt-Leads konvertieren nicht mehr (Conversion von rund 10 auf 3,3 Prozent gefallen), und die Übergabe von Vertrieb an Abwicklung kostet Marge und Kapazität.

04  Das Wachstumssegment Fleet (Zeliox) kommt nicht auf die Straße, weil ein aktives Neukunden-Vorgehen fehlt.
3,6 Mio. Euro Sales-Target in Europa, heute nahezu kein Umsatz: Eberspächer wartet auf Nachfrage, statt sie selbst zu erzeugen.

Geschäftsmodell

Zwei etablierte Vertriebsmodelle, eines im Aufbau


Modell 1: Aftermarket (indirekt)

Aftermarket über Großhandel und Werkstatt

Nachrüstung: B2B-Transaktion, saisonal, strukturell rückläufig.
Wiederkehrendes Ersatzteilgeschäft: rund 250.000 € pro Monat, hochmargig. Die Ertragsbasis des Geschäfts.
Modell 2: Spezialfahrzeuge (direkt)

Projektgeschäft für Klein-OEM, B2B

Ambulanz, Defense, Wohnmobil, Marine, Bahn. Pro Fahrzeug konfiguriert, ausschreibungsgetrieben, Vertriebszyklus von Monaten bis Jahren.

Modell 3: Fleet (neu, im Aufbau)

Neues Segment: Zeliox, eConnect und Heater

Erfordert ein aktives Neukunden-Vorgehen, das Eberspächer heute nicht hat. 3,6 Mio. € Sales-Target, mit bestehender Mannschaft.

Der ökonomische Kern ist das wiederkehrende Ersatzteilgeschäft. Das Wachstum liegt im Fleet-Segment (Modell 3).

Geschäftsmodell

Zwei Prozessbrüche kosten Eberspächer Umsatz und Marge


bis ~0,45 Mio. €

Nicht gehobenes Ergebnis pro Jahr, über beide Brüche.

Bruch 1: bis ~0,55 Mio. € Umsatz ≈ 64.000–250.000 € Ergebnis je nach Erholung. Bruch 2: ~0,1–0,2 Mio. € aus Marge und Kosten. Konservative Annahmen, Details in den Kacheln.

Bruch 1Lead-Leckage an der Werkstatt Umsatz

Die Lead-Conversion ist mit der Winterkampagne von rund 10 auf 3,3 Prozent eingebrochen. Den Werkstätten fehlt die passende Einbauanleitung, und es gibt keine Rückmeldung, ob ein Lead überhaupt angenommen und abgeschlossen wurde.

~0,55 Mio. € Umsatz / Saison
Volles Potenzial: Rückkehr auf rund 10 Prozent Conversion ≈ 200 zusätzliche Aufträge × ~2.750 € Auftragswert (≈ 5 Prozent des EHVT-Umsatzes). Bei moderater Erholung auf 5 Prozent bereits rund 143.000 € Mehrumsatz.
→ Hebel: Werkstatt-Rückmeldung und Voice-Bot

Bruch 2Handover Vertrieb → Abwicklung Marge + Kosten

Marge: Gewährte Rabatte werden nicht je Auftrag nachgehalten. Einzelne Großkunden fahren trotz hohem Umsatz negative Deckungsbeiträge.

Kosten: 98 % der Aufträge werden in Deutschland manuell erfasst (Tschechien: 40 % digital) und binden Innendienst-Kapazität.

~30.000–50.000 € /Jahr Kosten
≈ 120.000 € je Punkt Marge 1 Prozentpunkt auf ~12 Mio. € Umsatz
Annahme: ~4.800 von 12.000 Aufträgen auf das tschechische Digitalniveau (40 %) gebracht, 10–15 Minuten pro Auftrag ≈ 0,5 Vollzeitstelle. Der Margenverlust ist erst mit Tracking exakt messbar.
→ Hebel: Margen-Tracking und Webshop-Ausbau (Phase 2)

Beide Brüche sind ohne neues Geschäft adressierbar — und der größere Hebel ist der Umsatz: Bruch 1 bringt bis ~250.000 € Ergebnis pro Saison, der reine Kosten-Hebel aus Bruch 2 nur 30.000–50.000 € pro Jahr.

Geschäftsmodell

Heute nimmt Eberspächer Nachfrage entgegen, Zeliox muss sie selbst erzeugen


Eberspächer hat zwei etablierte Vertriebslogiken, beide reaktiv: Die Gelegenheit kommt zu Eberspächer. Zeliox hat keine von beiden und erfordert einen dritten Modus, den es heute nicht gibt.

Modell 1 · IAM
Aftermarket: eingehende Nachfrage

Werkstatt und Endkunde kommen von selbst; Kampagnen ziehen Leads herein.

Empfangsgeschäft
Modell 2 · Special Application
Ausschreibungsgetrieben

Die Ausschreibung kommt zu Eberspächer. Man qualifiziert und antwortet, initiiert aber nicht.

Empfangsgeschäft
Modell 3 · Fleet
Zeliox: Nachfrage erzeugen

Weder eingehende Leads noch Ausschreibung. Die Nachfrage existiert für Eberspächer noch nicht, sie muss aktiv geschaffen werden. 3,6 Mio. € Sales-Target Europa, heute nahezu kein Umsatz.

Fehlt: aktives Neukunden-Vorgehen
Aktive Nachfrageerzeugung heißt konkret

Flottenbetreiber aktiv identifizieren, ansprechen, das erklärungsbedürftige Batteriesystem verständlich machen und über einen selbst aufgebauten Vertriebs-Funnel qualifizieren. Eine Arbeitsweise und eine vorgelagerte Akquise-Rolle (im Vertrieb „Setter" oder Pre-Sales genannt), die Eberspächer heute nicht besitzt. Kein Tool-Kauf, sondern veränderte Vertriebsarbeit. „Grundsätzlich machen wir das nicht." (zu digitaler Neukunden-Akquise), Sven Becker, 21.01.2026

Zeliox steht und fällt mit diesem dritten Modus, der aktiven Nachfrageerzeugung. Dave Smith (GM Europe) trägt diesen Wandel als Sponsor.

Die vier Hebel

Vier Hebel entlang des Vertriebsprozesses


Zwei Hebel entwickeln neue Nachfrage (Top of Funnel), zwei überführen vorhandene Nachfrage in Aufträge (Bottom of Funnel). KPI = Leitkennzahl je Hebel. Evidenz = wie gut die Annahmen heute durch Daten und Gespräche belegt sind (niedrig / mittel / hoch).

Top of FunnelNeue Nachfrage entwickeln

02Fleet / Zeliox: aktive Mehrkanal-Ansprache

→ Modell 3 · Fleet
KPI PipelineEvidenz niedrig

03Öffentliche Ausschreibungen: DE-Pilot

→ Modell 2 · Spezialfahrzeuge
KPI Qualifizierte AngeboteEvidenz mittel
Bottom of FunnelVorhandene Nachfrage in Aufträge überführen

01Lead-Conversion und Werkstatt-Rückmeldung

→ Modell 1 · Aftermarket
KPI Conversion-RateEvidenz mittel

04Voice-Bot für die Service-Hotline

→ Modell 1 · Aftermarket
KPI AntwortzeitEvidenz hoch

Zusammen decken die vier Hebel den gesamten Vertriebsprozess ab, von neuer Nachfrage bis zum Auftrag.

Hebel 1 · Diagnose und Lösung

Lead-Conversion und Werkstatt-Rückmeldung

Bottom of Funnel KPI Conversion-Rate Evidenz mittel

Diagnose: Winterkampagne 2025/26 gegen Vorjahr (durchgestrichen)
Werkstätten aktiv
406124
Anfragen
1.4123.000
Bestellungen
14098
Conversion A
~10 %3,3 %
CPC
56 ¢30 ¢
CPA
14 €6 €

Mehr Anfragen zu niedrigeren Kosten, aber weniger Bestellungen. Der Engpass liegt hinter dem Lead: fehlende Einbauanleitung, keine Rückmeldung der Werkstatt.

Lösung: vier Bausteine schließen den Kreislauf
01 · Tempo
Dynamics 365 Sales Qualification Agent (Copilot)

Reagiert in Minuten, rund um die Uhr: qualifiziert, reichert an und eskaliert Top-Leads an einen von Bridgemaker gestellten Setter. Vorerst kein Hire bei Eberspächer nötig.

02 · Komplexität
Unified Routing + Power Automate

Leitet den Lead an die passende Werkstatt und hängt automatisch die richtige Einbauanleitung an. So bekommt die Werkstatt den Auftrag mit allem, was sie für den Einbau braucht.

03 · Nachverfolgung
Werkstatt-Portal auf Power Pages (Eberspächer löst gerade das alte Heiz-Portal ab)

Die Werkstatt sieht Lead und Anleitung, nimmt an oder ab und meldet das Ergebnis zurück. Genau diese Rückmeldung fehlt im heutigen Portal.

04 · Messung
Funnel-Dashboard in Power BI (bereits ausgerollt)

Conversion je Stufe und Werkstatt mit Zeitstempel, von der Anfrage bis zum Auftrag. So wird der Uplift im Pilot belastbar gemessen.

Konfigurieren statt neu bauen: vorhandene Microsoft- und Power-Platform-Bausteine, ohne Eingriff in SAP.

Hebel 1 · Business Case

Der POC: Investition gegen Wirkung


Der POC liefert einen lauffähigen Lead-Flow für 3 Pilot-Werkstätten, mit gemessenem Conversion-Uplift gegen die Baseline. Die Szenarien zeigen das Potenzial bei Rollout, das der Pilot belegt.

Preis
POC-Aufbau, 4 bis 6 Wochen~40.000 €
danach Retainer: von Bridgemaker gestellter Setter und Cockpit. Übergabe an Eberspächer optional, sobald der Case belegt ist15.000 €/Monat
Erfolgskicker auf den zusätzlich erzielten Umsatz (erste 12 Monate)15 %

Dynamics-Lizenzen und Copilot-Verbrauch sind separate Kosten auf Eberspächer-Seite.

Ergebnis: Investition gegen Wirkung
Szenario A, konservativ (3,3 auf 5 %): +52 Aufträge, ~143.000 € Umsatz~64.000 € EBIT
Szenario B, Rückkehr auf Vorjahresniveau (~10 %) Upside: +202 Aufträge, ~555.000 € Umsatz~250.000 € EBIT
POC-Investition ~40.000 €, Mehr-EBIT 64.000 bis 250.000 € pro SaisonPayback < 1 Saison

Das Vorjahresniveau ist keine Obergrenze, eine höhere Conversion ist möglich. Ab Phase 2 fällt zusätzlich der Retainer an.

Nicht im POC: Rollout über alle Werkstätten, Härtung und SLA-Betrieb folgen in der Skalierung (Phase 2).

Payback unter einer Saison: schon das konservative Szenario (64.000 € EBIT) deckt die POC-Investition von ~40.000 €.

Hebel 2 · Akquise-Logik

Die Zeliox-Akquise: signalgesteuert statt kanalgesteuert

Top of Funnel KPI Pipeline und Opportunities Evidenz niedrig (neues Geschäft)

Signal-Datenbasis: drei Signalarten
Firmensignale

Flottenerneuerung oder -erweiterung · Umstellung auf E-Fahrgestelle · neue Auflagen gegen Motorleerlauf im Stand

Technische Signale

Fahrzeugtyp/Aufbau (Ambulanz, Kühlfahrzeug, Werkstattwagen) · vorhandene Eberspächer-Standheizung/-Klima im Bestand = Cross-Sell-Signal

Kaufsignale

Budgetzyklen · neue Fuhrparkleitung/Einkauf · Konfigurator-Interaktion

↓ KI bündelt und priorisiert: wer wird wann angesprochen, und löst die passende Ansprache aus ↓
Akquise-Kanäle: signalgesteuert
Messen & Events Primär

RETTmobil, Caravan Salon, IAA Transportation/NUFAM, bauma: Badge-Scans, Standbesucher, Recherche vor der Messe

LinkedIn

Fuhrparkleiter und technischer Einkauf. Auslöser: Jobwechsel, Investitions- und Elektrifizierungs-Nachrichten

E-Mail

Konfigurator-Nutzung, Datenblatt-Download, Angebot ohne Abschluss → Nurture

Telefon Nachfass

Messe-Leads ohne Rückmeldung, No-Shows

Die stärkste Signalquelle ist der eigene Bestand: Fahrzeuge mit vorhandener Eberspächer-Standheizung sind qualifizierte Cross-Selling-Ziele für Zeliox.

Hebel 2 · POC und Preis

Was Bridgemaker in 8 Wochen aufbaut


Was wir aufbauen: vier POC-Ergebnisse (8 Wochen)
01 Zeliox-Landingpage mit Konfigurator

Lead-Erfassung und Selbstqualifizierung. Eigene Landingpage, da die alte beim Joint-Venture-Partner lag.

02 Signal-Datenbasis

Messen, LinkedIn, Branchennews und Eberspächer-Bestand werden zu einer priorisierten Zielkundenliste gebündelt.

03 CRM-Routing und Ansprache

Klare Zuständigkeit je Lead (schließt die fehlende Akquise-Rolle) und signalausgelöste Sequenzen über E-Mail, LinkedIn und Telefon.

04 Pipeline-Dashboard

Funnel-Sicht von der Zielflotte bis zur Opportunity in Euro.

Preis, gestaffelt
Schlank: Landingpage, Konfigurator und erste Ansprache-Sequenz~25.000 €
Voll: zusätzlich Signal-Datenbasis, CRM-Routing und Dashboard~50.000 €
Dauer8 Wochen
danach Skalierung: Retainer plus Erfolgskicker auf zusätzlichen Umsatz15.000 €/Monat + 15 %
Ergebnis: die Akquise-Strecke und erste Pipeline
Beispielhafter Funnel (Ambulanz- und Service-Flotten, Zahlen sind Annahmen):
~120 Zielflotten~40 qualifizierte Leads~15 Erstgespräche~6 Opportunities~0,5 Mio. € Pipeline
Pipeline-Ziel H1 bis H2500.000 → 1 Mio. €
gegen Sales-Target Europa3,6 Mio. €

Pipeline-Aufbau, daher kein direkter Payback wie bei Hebel 1 und 4.

Hebel 3

Öffentliche Ausschreibungen systematisch finden und vorqualifizieren

Top of Funnel KPI Qualifizierte Angebote Evidenz mittel

Modell 2 ist ausschreibungsgetrieben, heute aber ohne systematische Marktbeobachtung. Fokus des POC: finden und vorqualifizieren. Angebote schreiben bleibt beim Vertrieb (Phase 2).

Plattform-Mix: fertige Lösungen, keine Eigenentwicklung
TED API gratis

Offizielle EU-Quelle, EU-weit über den Schwellenwerten.

DTAD 14-Tage-Trial

DE-Marktführer, tiefste deutsche Abdeckung inkl. Bundeswehr/Defense.

Patterno 89 €/Mo

KI-Matching über 2.000+ DACH-Portale, bewertet jede Ausschreibung gegen das Eberspächer-Profil: hohe Präzision, wenig Rauschen.

Tendium ab 125 €/Mo

KI-gestützter Angebots-Workflow und Wettbewerbs-Preisanalyse, relevant für Phase 2 (Angebote schreiben).

Einordnung: Zum Finden und Vorqualifizieren zählen Abdeckung und Matching. Engere Wahl: Patterno und DTAD, TED als kostenlose EU-Basis, Tendium später.

POC: was wir tun, 4 Schritte in 6 Wochen
  1. Eberspächer-Profil und Scope definieren: Suchbegriffe und CPV-Codes (Fahrzeugheizungen), Segmente Rettung, Defense, ÖPNV, Kommunal, Bahn, Start in Deutschland.
  2. Plattform auswählen und beauftragen: 1 bis 2 aus der engeren Wahl als Pilot.
  3. Auf Eberspächer einstellen und trainieren: Suchprofile und KI-Relevanz kalibrieren, Watchlist auslaufender Rahmenverträge.
  4. Vorqualifizierung aufsetzen: tägliche Treffer sichten, Kriterien für Angebot oder Absage, Übergabe an den Vertrieb über MS Dynamics mit automatischem Routing.
Ergebnis und Business Case

Vorqualifizierte Liste konkret laufender und anstehender Ausschreibungen (Frist, Vergabestelle, geschätztes Volumen), plus die belastbare Volumen-Hochrechnung der deutschen Pipeline und wiederkehrende Pipeline aus auslaufenden Rahmenverträgen. Das adressierbare Volumen ist das Ergebnis des POC, keine Vorab-Zusage.

POC-Aufwand25.000 € / 6 Wochen
Tool-Kosten Pilot~89–199 €/Monat
Integration und Entwicklung0 €
Break-even (Jahr-1-Investment ~27.000 €)1 gewonnene Ausschreibung

Ein einziger Zuschlag im Projektgeschäft (Spezialfahrzeuge, Defense, Bahn) deckt den POC um ein Vielfaches.

Hebel 4

Voice-Bot für die Service-Hotline (ohne Programmierung)

Bottom of Funnel Enabler für Hebel 1 KPI Antwortzeit und Entlastungsquote Evidenz hoch

Stufe 1 · Pilot (jetzt)

Ein schlanker Voice-Bot übernimmt den Erstkontakt und filtert die rund 80 % Routineanfragen. Komplexe Fälle und OEM-Anfragen werden an Menschen durchgestellt. Eine Schaltzentrale, kein Vollersatz.

Stufe 2 · Contact Center (später)

Volles Omnichannel (Telefon, WhatsApp, E-Mail, Routing, ab ~100.000 €) bewusst nach dem Piloten. Schnell Wirkung zeigen, kein Großprojekt auf einmal.

Plattform-Shortlist für den Piloten
Synthflow Phase 1

Echtes No-Code inklusive Telefonie, schnellster Weg zum Piloten.

Retell

No-Code + Produktionsfeatures: Eskalation/Warm-Transfer, 30+ Sprachen, CRM.

Fonio.ai DACH

Hosting in Deutschland, DSGVO- und EU-AI-Act-konform, exzellentes Deutsch, entschärft Datenschutz und Betriebsrat.

Vapi

Maximale Kontrolle, aber stark entwicklerlastig.

Parloa Stufe 2

Enterprise-Contact-Center (Azure- und Dynamics-nativ), bewusst nicht der Start des Piloten.

Diagnose
Aktive Hotline-Stellen1 von 4
Routine vorfilterbar~80 %
Antwortzeit im Winterbis 3 Tage
„Da kannst du 80 % vorneweg filtern." Sven Becker, 27.02.2026
Business Case: zwei Wirkungen
POC-Aufbau25.000 € / 4 Wochen
Laufend (Stufe 1)~9.000 € pro Jahr
Entlastung Eberspächer~50.000 € pro Jahr
Payback (konservativ, inkl. Anlauf)~12 Monate
Zweite Wirkung: Lead- und Umsatz-Upside

In Anrufen stecken Kaufsignale, die heute verloren gehen. Der Bot erkennt sie und übergibt sie als Leads an Hebel 1. Die Höhe misst der POC.

Business Case

Empfehlung und Preise: die vier Hebel im Überblick


HebelKostenDauerWirkung und Payback
Hebel 1 · Lead-Conversion
Struktureller Value Unlock
~40.000 €4 bis 6 Wochen~0,55 Mio. € Umsatz/Saison · Payback unter 1 Saison
Hebel 2 · Fleet / Zeliox
Schnelles Ergebnis
25.000–50.000 €8 WochenPipeline 500.000 → 1 Mio. € (Sales-Target 3,6 Mio. €) · Pipeline-Aufbau, kein direkter Payback
Hebel 3 · Ausschreibungen
Schnelles Ergebnis
~25.000 €6 WochenVorqualifizierte Pipeline plus wiederkehrend (Rahmenverträge) · Break-even: 1 Ausschreibung
Hebel 4 · Voice-Bot
Schnelles Ergebnis
~25.000 €4 Wochen~50.000 € Entlastung/Jahr plus Lead-Upside · Payback ~12 Monate
Warum der POC zuerst

SAP und Kern-CRM bleiben unangetastet, in Wochen testbar, kein Transformationsprojekt als Einstieg.

Phase 2 (nach erfolgreichem POC)

Aufbau, monatlicher Retainer und erfolgsabhängiger Anteil, gekoppelt an den gemessenen Mehrwert.

Empfehlung: Einstieg mit ein bis zwei Hebeln. Hebel 1 ist der strukturelle Value Unlock mit dem größten Umsatzhebel, Hebel 2 bis 4 liefern schnelle, sichtbare Ergebnisse.

Nächste Schritte

Nächste Schritte zum Start


Was als Nächstes ansteht
01
Einstieg festlegen: ein bis zwei Hebel auswählen
02
Daten-Zugang und Verantwortliche auf Eberspächer-Seite klären
03
Architektur-Freigabe: Schiering
04
Kick-off terminieren
Appendix
A

Appendix

Nicht im POC · Interview-Liste · Annahmen

Appendix — Nicht im POC

Nicht im POC


Reporting und Power BI: ungenutzte Reports, Wissen hängt an Einzelpersonen. Lukman Ahmed.

CRM-Vereinfachung: „nicht selbsterklärend", 90 % Excel. Lukman Ahmed, BM-Ergänzungen optional.

E-Mail-zu-Ticket und Portal: läuft bereits. Lukman Ahmed.

B2B-Webshop DE/FR: Stammdaten und Change-Management, kein Neubau. Lukman Ahmed.

KI-gestützte Prognose: Plansicherheit und Working Capital. Mittelfristig.

Budgetprozess: 5-Monats-Glaskugel. Nur als BM-Beratung.

Effizienz- und Systemthemen, kein unmittelbarer Wachstumshebel. Bruch 2 (Auftrags-Handover im Aftermarket, Modell 1) ist ein echter Margenhebel, Kandidat für Phase 2, nicht für den risikoarmen Einstieg.

Appendix — Interview-Liste

Interview-Liste


13 Gespräche · ~15 Std. Transkripte · 9 Funktionen

DatumNameFokus
25.02.Jan Meyer, Technischer BeraterHotline-Struktur
26.02.Philipp Posch, CRM und Power BIDatenqualität, SAP und CRM
26.02.Andre Neumann, MarketingFunnel, Winter-KPIs
27.02.Sven Becker, VertriebsleiterBudget, Hotline-Überlast
11.03.Peter Pap · Y. KhachatryanVertriebssteuerung
12.03.Max Steimle, IT und SAPCRM und ERP, Stammdaten
20.03.Matthias Bünger · Y. KhachatryanBudgetprozess

Tabelle: Auswahl der Kerninterviews (von 13 Gesprächen), weitere unter anderem Sven Becker (21.01.), Workshop (16.02.), Dave Smith (16.04.). Iteration mit dem Kernteam: Florian Dürr · Lukman Ahmed · Sven Becker.

Appendix — Annahmen

Annahmenliste


AnnahmeWert
Conversion-Baseline3,3 % (98 von 3.000 Anfragen)
Ø-Heizungs-Auftrag~2.750 €
Aufträge DE pro Jahr~12.000
Vollkosten-Sätze (Hotline / Innendienst)40 € / 65 € pro Stunde
Marge EHVT40–50 %
Fleet / Zeliox Sales-Target Europa3,6 Mio. €